DRUCK

Trailer [ 1 min ]
Druck(er) Musik [ 1 min 45 ]
"Talk About Druck" Ein Film von Luise Klepper [ 11 min 25 ]
Real-Time Dokumentation [ 72 min ]  
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Tanz- und Filmtheater

Druck ist überall, auf Tasten, die Text erzeugen, im Händedruck oder zwischen Zähnen, die knirschen…
Druck macht Geräusche.

In dem Tanz- und Filmtheater DRUCK machen Nadeldrucker und Scanner Musik. Diese Maschinenmusik begleitet zwei Tänzerinnen und zwei Tänzer in wunderbar komische Situationen aus der Businesswelt, mit Angst vor falschem Benehmen, Lust an der Macht und Respekt vor dem Wetterbericht. Weil sich immer alles ändern kann. Druckunterschiede gleichen sich aus.

In temporeichen Szenen präzis choreografierter Action und poetischen Passagen mit lakonischem Humor bietet das Stück unterschiedliche Sichtweisen auf ein Phänomen das Physik und Psyche verbindet. Die Protagonisten verhandeln Zugehörigkeiten zur Gruppe, kämpfen um ihren Platz und balancieren die Welt auf Händen. Filmprojektionen an unterschiedlichen Positionen der Bühne ergänzen die Szenen mit dokumentarischen Bildern aus dem Teil der Lebenszeit, den wir Arbeit nennen.

dance and film performance

Pressure is everywhere, on the keys produce this text, in a handshake or between teeth that crunch…
Pressure makes noise.

In the dance and moving image theatre DRUCK
(to print/to press) printers and scanners make music.
That machine music accompanies four dancers into wonderfully funny situations of the business world, with fear of misbehaviour, lust for power and respect for the weather forecast. Because everything can always change.
Pressure differences balance each other out.

In fast-paced scenes of precisely choreographed action and poetic passages with laconic humour, the piece offers alternative perspectives on the phenomenon that combines physics and psyche. The protagonists negotiate belonging to the group, fight for their place and balance the world on their hands. Film projections in various positions on stage complete the scenes with documentary images from that part of our lifetime which we like to call work.

Team on Stage

Risa Kojima

Risa Kojima wurde in Osaka [Japan] geboren. Sie studierte Tanz an der Folkwang Universität der Künste. Nach dem Studium arbeitete sie u.a. für das SETanztheater, Sasha Waltz und Yaron Shamir. Sie lebt seit 2015 in Berlin.

Risa Kojima was born in Osaka, Japan. She studied at Folkwang Universität der Künste. After graduating, she worked with SETanztheater, Sasha Walz and Yaron Shamir, among others.

Sakurako Awano​

Sakurako Awano wurde in Hiroshima, Japan geboren. Sie studierte Tanz am Boston Conservatory und arbeitete in New York u.a. mit LaneCoArts, The Francesca Harper Project. Seit 2017 lebt sie in Berlin.

Sakurako Awano is a freelance dancer based in Berlin, Germany and is originally from Hiroshima, Japan. Sakurako holds BFA in Dance from The Boston Conservatory. After working with many dance companies in New York, Sakurako decided to take off her next journey to Berlin, Germany and she is thrilled to work with Kombinat for the first time.

David Pallant

David Pallant wurde in Farnham [England] geboren. Er studierte an der Central School of Ballet London, am Conservatoire National de Paris und arbeitete u.a. für National Dance Company Wales, Club Guy & Roni und Dance Company Nanine Linning. Er lebt seit 2016 in Berlin.

David Pallant was born in England, and trained in dance at Central School of Ballet, London, and the Conservatoire National de Paris. He has worked with dance companies including National Dance Company Wales, Club Guy & Roni and Nanine Linning Dance Company Heidelberg.
David is currently based in Berlin and working as a freelance dancer and teacher.

Riccardo De Simone

Riccardo De Simone wurde in Bologna [Italien] geboren. Er studierte Tanz am Selene Centro Studi in Bologna, SEAD Salzburg Experimental Academy of Dance und arbeitete u.a. für Anton Lachky auf der Biennale in Venedig, Virgilio Sieni und Elio Gervasi. Er plant nach Brüssel zu ziehen.

Born in Italy in 1993, Riccardo has started his dance education at Selene Centro Studi in Bologna. After performing for Anton Lachky at the Venice Biennale, he moved in 2014 to Austria, where he graduated at SEAD (Salzburg Experimental Academy of Dance) theree years later. Riccardo is currently dancing for Virgilio Sieni (Italy), Kombinat (Germany) and Elio Gervasi (Austria). Since 2016, his first autobiographic animation „1180 AND MORE“, has been touring in more then 20 festivals around the world.

Team on screen

Meteorologe Ralf Schmidt

Team Business Yoga IBB Berlin

Erste-Hilfe-Trainer Bernhard Koessler-Dirsch

Großdruckerei MAZ Potsdam

Wasserball Spieler OSC-Potsdam

Laubpusterperformance Jörg Schlinke / Michael Wenzlaf

Team backstage

Konzept und künstlerische Gesamtleitung

Paula E. Paul und
Sirko Knüpfer

Choreografie
Paula E. Paul

Komposition und Musik
Tobias Unterberg

musizierende Drucker und Sound
Joachim Glasstetter

Projektionen
Sirko Knüpfer

technische Leitung und Licht
Ralf Grüneberg

Choreografische Assistenz
Ayako Toyama / Johannes Schuchardt

Kostüme
Heather MacCrimmon

Produktionsleitung
Michaela Brzezinka

Pressearbeit
Barbara Gstaltmayr

Praktikum
Luise Klepper

Fotografie
Stefan Gloede / Fabian Schellhor

Druckgeräusche (Musik)

Mensch–Maschine diese Beziehung prägt und trägt so grundlegend, dass es unmöglich wird, sich vorzustellen wie sich unsere Kultur technikfrei entwickelt hätte. In dieser Beziehung, Mensch–Maschine, findet sehr häufig ein Dialog statt, der über Betriebsgeräusche läuft. Autofahrer schalten nach Gehör. Köche erfahren vom Ton wie hoch die Hitze ist. Das Knarren von Holz gibt dem Schreiner Informationen über Spannungen bevor es kracht. Und eng am Thema DRUCK kennt bestimmt jeder die typischen und a-typischen Geräusche seiner home office Geräte. Aha, die Walze quietscht, das Papier wird alle sein.

Im Stück lassen wir die Rhythmik der Mechanik als Klanggebilde entstehen um eine Brücke zu legen, über die auch andere werktätige Beschäftigung als poetische Lebensäußerung gesehen werden kann.

Der Komponist Tobias Unterberg arbeitet zum dritten Mal mit KOMBINAT. Er ist seit frühester Kindheit Grenzgänger zwischen allen musikalischen Welten und lebt als freischaffender Komponist, Arrangeur und Cellist in Berlin.

In dieser Produktion spielt er Nadeldrucker, die Joachim Glasstetter so manipulierte, dass sie über Keyboard steuerbar sind. Papiervorschub, Druckschlittenfahrt, Nadelanschlag sind die Spielarten der drei unterschiedlich großen Drucker von vorgestern. Ein Scanner ergänzt das Ensemble indem er länger gestrichene Noten beizutragen hat.

Joachim Glasstetter ist als Ingenieur-Künstler weltweit an Projekten beschäftigt, die oft mit elektro-mechanischen Mitteln ästhetische Perspektiven auf unsere technische Umwelt erlauben. Er lebt mit Familie in Oberstdorf.

Druckarbeiter

Arbeiten mit Druck
Wann ein Druck problematisch wird, hängt ab von Raum und Zeit und davon, wem sie zur Verfügung stehen. Druck ist eine Größe, mit der Menschen umzugehen gelernt haben. Über Jahrtausende haben sie daraus eine Kunst gemacht: die schwarze Kunst des Textsetzens, die elegante Kunst des Musizierens, die kraftvolle Kunst des Wassersports oder die Kunst des ausdauernden Beobachtens der Wetterlage. Wenn Druck eine Größe ist, die Dynamik beschreibt, lebt seine Beherrschung durch die Fähigkeit Muster zu erkennen. Die Systematik der Veränderung interessiert Bankangestellte (wie im Bild), Teamsportler, Musiker, Restauratoren, Drucker und ganz existentiell jeden, der in die Situation kommt Leben zu retten oder erste Hilfe zu leisten.

Filmbilder mit dokumentarischem Charakter spielen als Ankerpunkte mit, um den Assoziationsraum der Performance zu pointieren.

 

 

Eine Produktion von KOMBINAT kombiniert Tanz und Film.

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereich Kultur und Museum.

In Koproduktion mit der fabrik Potsdam im Rahmen des Programms Artists-in-residence.  Teil des Residenzprogramms auf schloss bröllin e.V., gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Landkreises Vorpommern-Greifswald.