Grand Jeté

Real-time Documentation [ 74 min ]

Tanz und Film Theater

Ein Stück über Absprünge, Landungen und die Migration von Erfahrung.

Das umgangssprachliche „Hängen in der Luft“ wird in diesem Tanztheaterstück „GRAND JETÉ“ wörtlich genommen und beschreibt zugleich ein Lebensgefühl. Drei junge Artisten erzeugen Flug- und Schwebebilder, getanzt auf zwei Trampolinen. Auf zwei Leinwänden sind ehemalige Berufstänzer, sowie eine aktive 70 jährige Tänzerin zu sehen, die sich an Momente in der Luft erinnern.
weiter lesenIm Pingpong der Impulse zwischen der Trampolin- Performance und der Film-Ebene gerät die Zeit für Momente ins Stocken. In den Filmbildern berichten die (ehemaligen) Tänzer von ihren Erfahrungen, die sie aus dem Tanz in ihr jetziges Leben mitgenommen haben. Sie sind heute Ärztin, Wissenschaftlerin, Managerin oder Bademeister geworden. Sein großer Sprung (Grand Jeté) folgte der Neugier: „Mal sehen, was das Leben will, wenn man nicht sagt, was es soll.“
Dance and Film Theatre

A show about take-offs, landings and the migration of experience.

The colloquial expression of “hanging in the air” is taken literal in this piece of dance-theatre performed on trampolines. Four young artists create pictures of suspense in every sense of the word. In film-pictures appear former professional dancers along with a still active 70-year old who narrate their moments in mid-air.

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Ideas and impetus go ping-pong between film and live action causing time to seem to stop and go. In the film (former) professional dancers narrate the experiences they have transferred from dance into their current daily lives. Today they have become physician, manager, scientist or pool attendant. His great leap (Grand Jeté) was spurred by curiosity: “Let’s see what live wants to be, once you stop telling it what it ought to be.”

Artists (live on stage)

Carlos Zaspel

Carlos Zaspel kam 2015 neu isn Team. Er studiert an der staatlichen Artistenschule Berlin und steht kurz vor seinem Abschluss als staatlich geprüfter Artist. Mit vielseitiger und abwechslungsreicher Artistik – Jonglage, Mast- und Trampolinakrobatik – arbeitet er bereits schon jetzt in verschiedenen Projekten und Shows.

Patrick Hildebrandt

Patrick Hildebrandt ist professioneller Artist, Judoka, Tramp-Waller, und Stagemanager. Seine Artisten-Karriere begann als Quereinsteiger bei den Cosmic Artists und wirkte dort bei verschiedenen special events und shows mit. Seit 2011 arbeitete er auch bei Cirque du Soleil. Zur Zeit studiert er Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Steven Lehman

Steven Lehman ist ehemaliger Leistungsturner und arbeitet als Artist, Stuntman, Schauspieler und kennt sich mit akrobatischem Paartanz aus. Seit 15 Jahren ist er regelmäßig als Gast am Hans Otto-Theater und bei der Tanzkompanie Marita Erxleben als Darsteller tätig. Er wirkte bei mehreren Film und Fernsehproduktionen und Stuntshows mit, u.a.: in der Musketiershow im Filmpark Babelsberg. Er ist Trampolinlehrer an der Uni Potsdam/ Luftschiffhafen.

Tjorm Palmer

Tjorm Palmer ist staatlich geprüfter Artist. Seine Ausbildung erhielt er an der staatlichen Artistenschule in Berlin. Unter "LostAcrobats" arbeitet er solistisch und mit seinem Partner Ihor Yakymenko in verschiedensten Projekten, u.a.: im Friedrichstadtpalast, Friedrichsbau-Varieté Stuttgart und im Wintergarten Berlin.

professional dancers who changed their careers (on screen above the stage)

Liane Simmel
Ärztin
Dr. med. Liane Simmel tanzte 28 Jahre an verschiedenen Bühnen Europas und in der freien Szene. Parallel dazu studierte sie Humanmedizin.
Aus Altersgründen traf sie die Entscheidung mit dem Tanzen aufzuhören. „Im Englischen heißt der Operationssaal theatre und das ist es auch – ein Theater. Nirgends sonst habe ich so eine hohe Konzentration erlebt wie bei einer schweren Operation oder wie auf der Bühne“ In ihrer eigenen Praxis in München betreut sie heute Tänzer und „Bewegungsmenschen“ aus ganz Deutschland, als Leiterin des Instituts für TanzMedizin „Fit for Dance“ liegt ihr Schwerpunkt auf der Prävention von Tanzverletzungen.
Ralf Kittler
Bademeister
Ralf Kittler war 25 Jahre Berufstänzer. Heute arbeitet er als Bademeister im Freibad Renchen (bei Kehl am Rhein/Straßburg).
Sein Absprung war seine freie und bewusste Entscheidung. „Ich hatte keine Lust mehr auf die Quälerei gehabt.“ „Ich wollte aus sozialem Gewissen heraus erst mal weit weg von dem, was ich bis dahin gemacht habe und wechselte vom „Meistertänzer zum Bademeister.“
Sophie Jaillet
Managerin
Sophie Jaillet hat 15 Jahre in unterschiedlichen Engagements getanzt und eine eigene Compagnie Cie MS-Tanzwerk gegründet. Heute ist sie als Prokuristin, Projektmanagerin für Fachmessen und als Leiterin im Bereich HR in Mannheim tätig.
Aus Lust und Neugier auf etwas anderes hat sie sich einen „normaleren“ Job gesucht, auch um finanziell besser gestellt zu sein. „Die Tänzerin ist immer dabei, egal was ich tue“ „Am Theater war es normal immer 100% zu geben, von allen getragen zu werden. Jeder trägt jeden und damit seinen Teil zum Gelingen des Ganzen bei“
Renate Pook 
Tänzerin
Renate Pook tanzt seit über 50 Jahren. Sie ist Choreografin, Yoga- und Stepptanzlehrerin und Lehrerin der Feldenkrais-Methode und lebt in Straßbourg (Frankreich)
Erst mit 19 Jahren begann sie ihre berufliche Ausbildung als Tänzerin bei Kurt Joos an der Folkwang-Schule Essen, nachdem sie sich entschieden hatte, nicht die für sie vorgesehene Laufbahn einzuschlagen. Für sie gab es keinen Bruch mit dem Tanz. Sie tanzt heute noch aktiv und entwickelt eigene Stücke. „Es gefällt mir auch zu schweigen, aber ich komme nicht dazu, weil das Denken schweigt selten…um einen Gedanken auf den Punkt zu bringen, muß man sich im Dialog befinden (wenn man kein Philosoph ist).“ „Stolpern ist Anstoßen, da kommt Tempo raus, ein Innehalten und Erkenntnisgewinn. Das Fallen war mir immer wichtiger als das Springen.“
Viviana Marrone
Wissenschaftlerin
Viviana Marrone tanzte 11 Jahre als Solotänzerin an verschiedenen Bühnen Europas. Sie studierte Kulturwissenschaft und italienische Philologie und machte eine Ausbildung als Pilates-Trainerin in Berlin. Heute arbeitet sie beim Dachverband Tanz Deutschland und gibt Pilates Unterricht.
Zwei Bühnenunfälle zwangen sie zum Abbruch ihrer Bühnenkarriere. Ihre Landung ist dennoch weich verlaufen. „Ich war wahrscheinlich so lange in der Luft, bis ich die richtige Stelle gefunden habe, wo ich landen wollte“

Making of… Grand Jeté

behind the scene # 1 [ 1 min ]

Sophie Jaillet und Renate Pook im Stunt Studio von Ralf Haeger. [Kamera und Montage: Beate Kunath]

behind the scene #2 [ 50 sec ] 

Sophie Jaillet [Kamera + Montage: Beate Kunath]

behind the scene #3  [ 1 min 20 ] 

Renate Pook [Kamera + Montage: Beate Kunath]

behind the scene -  [ 3 min 45 ]

[Kamera und Montage: Beate Kunath]

Test der Trampwall [ 15 sec ]

Team

Gesamtkonzept /Produktion
KOMBINAT kombiniert Tanz und Film g.UG

Idee /Inszenierung
Paula E. Paul und Sirko Knüpfer

Produktionsleitung
Christian Wolf

Regieassistenz
Bikash Chatterjee

Filmregie und Montage
Sirko Knüpfer

Technische Leitung /Lichtdesign
Robert Dahlke

live Sound /Sounddesign
Ralf Grüneberg

Videographer
AVK4//
Oskar Loeser
Clemens Kowalski

Kamera (Interviews)
Sirko Knüpfer

Kamera (Highspeed)
Steph Ketelhut

Kamera (Making Of)
Beate Kunath

Licht (Greenbox)
Christian Mansmann

Filmtonmischung
Ralf Grüneberg
Andreas Falkenau
Beate Kunath

Technik (Bühne)
Andreas Falkenau
Christan Wiesniewski
Christian Chrosnik
Nico Schubert
Cikomo Paul

Trampwall
David Burkhardt

Kostümberatung
Heather MacCrimmon

Produktionsassistenz
Pauline Piskaç

Grafik
Mike Geßner

Fotografie
Stefan Gloede

Musik
live Musik (Promotion Gig) – Cikomo Paul
„Time Lapse“  – Ludovico Einaudi
„Frysta“ – Ólafur Arnalds

©2014 KOMBINAT

„GRAND JETÉ“ ist eine Produktion von KOMBINAT in Kooperation mit Waschhaus Potsdam, fabrik Potsdam, T-Werk Potsdam und haeger stunt & wireworks ltd. Gefördert mit Mitteln der Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie für Bildung, Jugend und Sport sowie für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereich Kultur und Museum. Vielen Dank an Eurotramp, Schinkelhalle Potsdam SBG Verwaltungsservice GmbH, Strobel Rechtsanwälte, Woodbrothers, freiLand Potsdam und Werkleitz Gesellschaft e.V.– Zentrum für Medienkunst.